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Restauration: Volvo 480 - Vorbereitungen für den TÜV

14.11.2014

Restauration - Volvo 480 von Christopher Lee Pauly


Der 20-Jährige Christopher berichtet von der Rettung seines humpelnden und um den Gnadenschuss bittenden 480er Volvo. Begleiten Sie ihn virtuell durch die ganze Achterbahnfahrt der Gefühle!

Die Sicherheitvorkehrungen

Da ich froh war, dass die stinkende Eigennote aus dem Innenraum verschwunden war und ich den 480er eh nicht als 4-Sitzer brauche oder möchte, kam kurzerhand die Lösung. Jetzt im Frühjahr kommt ein Überrollkäfig rein. Das bedeutet erneut schweißen und flexen, aber ohne Airbag und ABS oder sonstige Spielverderber. Evtl. doch eine gute Investition in die eigene Sicherheit. Da die endgültige Lackierung erst dieses Jahr ansteht, macht es dem Lack auch nichts aus.

Weiter an der Front

Die Lima zeigte keine Reaktion mehr. Ich fand heraus, dass irgendwo ein Kabelbruch sein musste. Also habe ich kurzerhand aus dem Motorsportzubehör eine Kontrollleuchte besorgt, neben dem Warnblinkschalter eingepasst und über die zweite Hydraulikleitung der ehemaligen LWR zur Lima gelegt und siehe da - er lädt.

Über einen der 480er Gurus in Berlin (Jörg Kwasniok) - welcher mir mit Teilen, Tipps, Ratschlägen, etc. schon oft zur Seite stand - bekam ich letztendlich wieder einen Phase 1 Spiegel für die Fahrerseite. Die hässlichen Phase 2 Spiegel passen meiner Meinung nach eher an einen Twingo, als an einen 480er.

Wer diese Arbeit kennt weiß, dass man die Türverkleidung abnehmen muss, was sich als recht einfach gestaltete, hätte nicht irgendein Bruchschlosser Spannschrauben mit Überlänge in die Tür gekracht und die Köpfe dieser Dinger rundgemurkst. Aber mit einer guten Zange, viel Geduld und Motivation war die Türverkleidung ab. Die Führungen der Scheiben habe ich dann in einem Stück ausgebaut, gereinigt und den Mechanismus frisch geschmiert. Es war zwar noch Fett dran, aber frisches Fett soll ja nie schaden. Nachdem der Spiegel funktionstüchtig montiert war, kam die Türverkleidung wieder dran. Zum Befestigen benutzte ich auch wieder Schrauben, aber aus Edelstahl und die richtige Länge. (Alleine die Edelstahlschrauben am Auto kamen mit mehr als 100 EUR zu Buche!)

Mittlerweile war es Mitte November und der TÜV war für Ende Dezember geplant. Also was stand für den TÜV noch an:

  • der komplette Auspuff
  • Achsmanschette links
  • Spachteln, etwas lackieren und schützen
  • Rücklicht hinten links

Die Achsmanschette ließ sich dank eines Montagekegels recht einfach tauschen. Was eher Zeit raubte, war das spachteln, schleifen und lackieren, weil das Zeug Ewigkeiten brauchte, bis es ausgehärtet war. Kein Wunder bei Temperaturen um die -15° C. Mir selbst war teilweise dann auch etwas „frisch“. Auch der Bitumen im Radgehäuse hatte Fließeigenschaften wie ein Stein.

Die Auspuffarbeiten waren eine willkommene Arbeit für zwischendurch und ich brauchte nur knapp 2 Stunden. Den alten zu demontieren war eine Arbeit mit dem besten Freund eines jeden Metallers, der Flex. Was ich recht erstaunlich fand war, dass im Katalysator ca. 3 Liter Wasser lagerten und er nicht durchgefault war. Also musste ich ihn erst einmal warm laufen lassen bis er trocken war. Das Einbauen des neuen Auspuffs war wiederum eine Angelegenheit fürs Schweißgerät.

Fortsetzung folgt…