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Geschichten aus einer längst vergangenen Zukunft

25.12.2025
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Wenn Santa seine Wege mit einem Saab zurücklegen müsste, würde er wahrscheinlich ein Vehikel wie dieses wählen: Der Saab 96 Cosmonaut besticht durch futuristisches Design mit Retro-Charme.

Doch das Fahrzeug ist keine Fantasiegeburt, sondern ein reales Modding-Projekt, welches in Finnland entstanden ist und inzwischen seinen Weg nach Deutschland gefunden hat.

Einzelstück aus Finnland

Der Saab 96 „Cosmonaut“ ist ein finnisches Einzelstück mit Bubble-Top. Basis ist ein 1975 zugelassener Saab 96 mit 1,7-Liter-V4, der jahrelang auf Treffen in Finnland und Schweden zu sehen war. Heute steht er mit finnischen Papieren in einem deutschen Showroom und wirkt dort eher wie ein Raumfahrzeug als wie eine klassische Limousine.

Ausgangspunkt war ein Projekt von Vater und Sohn: Das Dach ihres Saab 96 sollte tiefergelegt werden. Beim Abtragen der Dachstruktur veränderte sich der Eindruck des Wagens immer stärker. Als das Dach schließlich ganz verschwunden war, sah die Karosserie plötzlich so leicht aus, dass eine transparente Kuppel statt eines Stahlaufbaus nahelag.

So entstand ein komplett handgefertigtes Bubble-Top. Die große Haube kann elektrisch angehoben werden, den Innenraum schließen oder ganz abgenommen werden. Dadurch wird der 96 entweder zur geschlossenen „Kapsel“ oder zu einem offenen Fahrzeug mit sehr ungewöhniger Silhouette.

Retro-Futuristisches Design

Auch die Farbwahl gehört zum Konzept. Der Wagen ist in einem Ton lackiert, der an die Modellstudien und Raumfahrt-Attrappen der frühen 1960er-Jahre erinnert. Zusammen mit den langen Kotflügeln und der kompakten Kabine verstärkt das den Eindruck eines kleinen Showcars aus einer optimistischen Zukunftsvision.

Im Innenraum zeigt sich ein bewusst retro-futuristisches Cockpit. Das Lenkrad wirkt wie eine filigrane Konstruktion, die Instrumente erinnern an Flugzeuganzeigen, und Teile der Mechanik für die Kuppel sind sichtbar. Durch die große transparente Haube entsteht der Eindruck einer Beobachtungskanzel, in die von allen Seiten Licht fällt.

Beim Fahren zählt weniger Tempo als das Erlebnis. Die Kuppel bricht Licht und Spiegelungen, die Außenwelt rückt optisch dichter heran, und ohne Haube wirkt der Wagen wie eine moderne Interpretation eines Saab-96-Cabriolets, das es nie in Serie gab. Auf jedem Parkplatz wird der Cosmonaut damit zum Gesprächsthema – ein Jetsons-Saab, der in der Szene über die Jahre eine fast mythische Rolle als besonders fantasievoller Umbau des Saab 96 eingenommen hat.