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Bericht: Buckelvolvo-Treffen 2026 in Paderborn

23.05.2026

Zum 50. Jubiläum des Buckelvolvotreffens: Traditionsreiche Oldtimerausfahrt durch das Paderborner Land

Das Himmelfahrtswochenende 2026 (14. bis 17. Mai 2026) stand im Paderborner Land ganz im Zeichen automobiler Nostalgie. Zum 50. Mal hielten die Liebhaber des schwedischen Kulturguts ihr Jubiläumstreffen ab. Insgesamt 25 Buckelvolvos (PV444, PV544 und ein Duett) mit 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Deutschland und der Schweiz machten sich auf den Weg, um die kurvigen Straßen Ostwestfalens zu erobern. Das Wetter zeigte sich von seiner besten, wenn auch frischen Seite: Es war zwar kalt, blieb aber trocken und die Sonne verwöhnte die glänzenden Karosserien fast ununterbrochen.



Tag 1: Technikgeschichte, Kuchen-Träume und Wendekreis-Tests

Der Startschuss am Freitagmorgen gab Dori, die sechsjährige Enkeltochter der Organisatoren Mechthild und Günter Mero. Sie übernahm die Rolle der Starterin mit einer stilechten Flagge und der Autorität eines gestandenen Verkehrspolizisten.


Abbildungen:
- Das offizielle Plakat zum 50. Buckelvolvotreffen
- Technikgeschichte trifft Automobilgeschichte
- Im dreieckigen Innenhof der Wewelsburg

Erste Etappe: Eine Zeitreise im HNF

Das erste Ziel war das renommierte Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Paderborn. Das welt-größte Computermuseum hielt für die Teilnehmer eine faszinierende Zeitreise in die eigene Jugend bereit. Zwischen Klassikern wie dem Commodore C64, dem Apple II und alten Atari-Konsolen schwelgten viele in Erinnerungen.

Beim Verlassen des HNF-Parkplatzes rauchten dann die Köpfe bei der ersten Quizfrage des Treffens:

Welches Auto wurde NICHT im HNF ausgestellt?

  • Der Pontiac K.I.T.T. aus Knight Rider?
  • Der DeLorean DMC-12 aus Zurück in die Zukunft?
  • Der NSU Ro80 von Heinz Nixdorf?

(Die Auflösung finden Sie am Ende des Berichts!)

Über die Wewelsburg zum Kloster Dalheim

Nach einem Besuch der imposanten Wewelsburg steuerte die Kolonne das Kloster Dalheim an. In der historischen Atmosphäre des Klosters warteten selbstgebackene, riesige Tortenstücke auf die Fahrerbesatzungen – ein kulinarischer Hochgenuss.


Abbildungen:
- Starterin Dori schickt die Buckelvolvos mit der schwarz-weißen Flagge auf die Südschleife
- Dieses Roadbook ist einfach zum ...
- Buckelvolvos unter dem Altenbekener Viadukt

Die Rückfahrt über den Haxterberg forderte dann jedoch das fahrerische Geschick. Das Problem war diesmal nicht das detailliert ausgearbeitete Road-book, sondern das klassische "Hinterherfahren". Prompt verpassten einige Teilnehmer eine Abzweigung, was dazu führte, dass der Wendekreis des Volvo PV ausgiebig und unfreiwillig getestet werden musste. Dass jeder 4. Buckel die Paderborner Stadtkasse mit einem mehr oder weniger großen Betrag auffüllt, war auch nicht die Schuld des Roadbooks.  Der Hinweis auf den Blitzer an der B64 war darin deutlich enthalten.

Beim abendlichen Spargelbuffet waren alle Mühen und Verdruss vergessen und die Benzingespräche gingen bis tief in die Nacht.



Tag 2: Viadukte, Mythen und römische Geschichte

Auch am zweiten Tag starteten die gut gelaunten Teams nach einem ausgiebigen Frühstück hochmotiviert. Die mittlerweile sichtlich routinierte Starterin Dori schickte die 25 Buckelvolvos dieses Freundschaftstreffens auf die Nordschleife.

Fotostopp am Viadukt und Aufstieg zu den Externsteinen

Zunächst rollten die Buckel durch den mächtigen Gewölbebogen des Altenbekener Eisenbahnviaduktes – eine traumhafte Kulisse für Schnappschüsse der historischen Fahrzeuge.

Weiter ging die Fahrt zu den mystischen Externsteinen. Einige besonders sportliche Teilnehmer trauten sich den zweimaligen Aufstieg auf die Teufelsbrücke und die Aussichtsplattform zu und wurden mit einem grandiosen Weitblick belohnt.

Auf den Spuren der Römer am Hermannsdenkmal

Nur einen Katzensprung entfernt wartete der nächste Touristenmagnet Ostwestfalens: das Hermannsdenkmal auf der Grotenburg. Bei einer exklusiven Führung erfuhren die Teilnehmer alles über die historische Schicksalsschlacht im Jahre 9 nach Christus.

Die Rückfahrt nach Paderborn führte standesgemäß über die Gauseköte, eine ehemalige Heerstraße der napoleonischen Armee. Diese schöne Allee bot ebenfalls einen wundervollen Hintergrund für Fotos.


Abbildungen:
- Das mystische Naturdenkmal Externsteine
- Am Hermannsdenkmal - Geschichte hautnah
- Buckelvolvos auf der historischen Heerstraße Gauseköte

Krönender Abschluss in Paderborn

Zurück in Paderborn wartete ein echtes Privileg auf die Oldtimer-Freunde: Dank einer Sondergenehmigung durften die 25 Buckelvolvos direkt auf dem Schulhof des Gymnasiums Theodorianum im Herzen der Stadt parken. Die Fahrzeuge boten ein wunderschönes Bild vor den historischen Mauern, während die Teilnehmer bei einer Stadtführung die Geschichte Paderborns erkundeten.

Am Abend folgte der feierliche Abschluss und die lang ersehnte Auswertung des Treffen-Quizes. Den begehrten Wanderpokal für die meisten richtigen Antworten durften in diesem Jahr unter großem Applaus Anja Dexheimer und Lasse Ehlers entgegennehmen. Den Skandix-Wackel-Elch für das Pannenfahrzeug des Treffens sicherte sich Norbert Waldvogel, dessen Buckel beim Start am ersten Tag einfach nicht anspringen wollte. 

Ein schönes 50. Jubiläum, das allen Beteiligten sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird!




Auflösung der Quizfrage:

Der DeLorean DMC-12 aus Zurück in die Zukunft (Antwort 2) wurde nicht im HNF ausgestellt. K.I.T.T. war im Rahmen einer Sonderausstellung im Frühjahr 2026 zu Gast und der NSU Ro80 wurde 2025 ausgestellt.

Text: Günter Mero; Fotos: Sabine und Holger Willuhn, Michael Krarup, Axel Bretthauer


Infos


Was:
Buckelvolvo-Treffen 2026

Wann:
14. - 17.05.2026

Wo:
Paderborn